Für die Erbeinsetzung zur Verfügung stehen das (Einzel-)Testament, das gemeinschaftliche Testament (bei Ehegatten) und der Erbvertrag. Letzterer bedarf der notariellen Beurkundung. Die Testierfähigkeit des Erblassers muss stets vorliegen.

Die Auslegung der letztwilligen Verfügung, besonders des Testaments kann, wenn nicht genau formuliert wird, Schwierigkeiten bereiten. So ist strikt zu unterscheiden zwischen der Erbeinsetzung und der Anordnung eines Vermächtnisses. Nur bei Erbeinsetzung tritt der Erbe unmittelbar in die Rechtsstellung des Erblassers ein, so dass er beispielsweise bei Grundbesitz als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen wird, mehrere Erben als Erbengemeinschaft. Ist letztere zerstritten, zu einer Auseinandersetzung unfähig, kann dies im Extremfall eine Auseinandersetzungsklage zur Folge haben, unter Beteiligung von Anwälten. Der Erblasser sollte im Vorfeld diese Möglichkeit in Erwägung ziehen. Soll das Vermögen in der Familie verbleiben, nicht unerwünscht (nach dem Tod des Erben) an Dritte (Schwiegerkinder) weitergehen, kommt die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft in Betracht.

Dem Bereich des Pflichtteilsrechts kommt erhebliche Bedeutung zu. Pflichtteilberechtigt sind Abkömmlinge, die Eltern und der Ehegatte des Erblassers. Zur Vermeidung späterer Streitigkeiten ist an vorweggenommene (Erbfolge-)Vereinbarungen mit Pflichtteilsverzichten zu denken.

Nicht zuletzt bei Überschuldung des Nachlasses kommt eine Ausschlagung der Erbschaft in Betracht. Eine Ausschlagung muss genau überlegt sein, was ohne anwaltlichen/rechtlichen Rat nicht geht. Hier sollte die sechswöchige Ausschlagungsfrist bekannt sein. Die Ausschlagung ist formgebunden zu erklären.

In diesen und anderen Fragen rund um den Bereich des Erbrechts bieten wir unsere Leistungen an und sind bei der Ausformulierung einer letztwilligen Verfügung mit den vom Gesetz zugelassenen Gestaltungsmöglichkeiten behilflich.